Kesselgucken beim Roulette

Das Kesselgucken – einmalig lukrativ?

Wäre das nicht eine wunderbare Sache, wenn es möglich wäre, mit einer erlernten Strategie und einem erlernten System am Roulette-Tisch einen Gewinn nach dem anderen einstreichen zu können? Es wäre einfach zu schön. Wovon Millionen Menschen träumen, wurde für einen allerdings wahr:  Der Sachse Christian Kaisan gewann mit seiner Methode – dem Kesselgucken – mehrere Millionen Euro in den Spielbanken. Er wurde deshalb in vielen Casinos für lange Zeit gesperrt.

Was ist dran am Kesselgucken?

Eine Methode oder ein System herauszufinden, wie eine Kugel sich im Kessel verhält und wann sie wo in welches Nummernfach fällt, braucht viel Geduld und noch mehr Zeit. Christian Kaisan brauchte drei Jahre, um das Verhalten von Kugel und Kessel herauszufinden. Besondere Aufmerksamkeit legte er auf das Beobachten, wie eine Kugel von den verschiedenen einzelnen Croupiers in den Kessel geworfen wurde und wie viel Kraft sie dafür brauchte. Für „den Sachsen“ hat sich der Aufwand in den 80er Jahren gelohnt, denn rund 20 Jahre lang war das Kesselgucken sein Job und sein Gehalt waren die Millionen-Gewinne. Kaisan ist der Meinung, dass seine Fähigkeiten zu zwei Drittel aus Können und zu ein Drittel aus Gefühl bestehen. Und beim Kesselgucken geht es um nichts anderes, als ein gewisses Zeit-Gefühl und das dazugehörige Können zu erlernen.

Kesselgucken – beobachten und handeln

KesselguckenBeim Kesselgucken handelt es sich um ein physikalisches System. Das große Ziel dabei ist, dass der Spieler ein Gefühl für den Fall der Kugel entwickelt, um so abschätzen zu können, in welchem Nummernfach sie letztendlich liegen bleiben wird. Dabei muss eine ganze Menge berücksichtigt werden: Zum einen die exakte Geschwindigkeit der Kugel sowie des Drehkreuzes und auch die Startposition der Kugel. Zum anderen dürfen dabei auch nicht die kleinen Rauten-Hindernisse außer Acht gelassen werden, die den natürlichen Lauf der Kugel im Kessel behindern können.

Spät setzen ist nur ein Faktor

Generell wird bei der Kesselgucken-Methode der Einsatz möglichst spät gesetzt und zwar kurz vor der Ansage des Croupiers „Rien ne va plus“ („nichts geht mehr“). Je später nämlich der Einsatz kommt, umso besser für den Kesselgucker, der dann einschätzen kann, wo die Kugel landet. Eine Berechnung des Falls der Kugel hängt aber auch noch von anderen Umständen ab. Nämlich beispielsweise vom Gewicht des Roulettekessels, der meist rund 50 Kilo wiegt. Auch die Beschaffung der Kugel ist wichtig – je leichter die Kugel ist umso schneller, je schwerer umso langsamer. Jeder Croupier in einem Spielcasino dreht mit seinem persönlichen Charakter und Kraftaufwand. Trotzdem kann niemand davon ausgehen, dass er dem der Kugel und dem Drehkreuz immer den gleichen Anstoß mit der gleichen Kraft gibt, auch wenn es sich immer um den gleichen Croupier handeln sollte. Beim Roulette gilt auch die Regel: Je schneller Kugel und Kessel sich drehen, umso komplizierter ist, es den Fall der Kugel zu berechnen. Da können auch leichte Unregelmäßigkeiten zum Vorschein kommen, die den Kugellauf bremsen: Vielleicht eine kleine leichte Neigung des Kessels oder eine Unebenheit oder aber auch unsaubere oder eingecremte Finger des Croupiers können für einen Misserfolg sorgen.

Mit „flinken Augen“ gewinnen

Ein Computer kann den Verlauf der Kugel schnell berechnen und damit wüsste jeder auch genau, wo die Kugel landen wird. Da das logischerweise in einem Casino nicht erlaubt ist, muss man sich nach dem Kesselgucken-Prinzip richten. Mathematisch gesehen würde der Spieler für jeden Wurf nur eine statistische Wahrscheinlichkeitsberechnung annehmen und so mutmaßlich wissen, wann die Kugel einen gewissen Sektor, ein Nummernfach oder Farbe treffen wird. Aber beim Kesselgucken kommt es nicht auf diese mathematische Berechnung an, sondern es ist eine rein physikalische Gegebenheit. Physikalisch ist es aber möglich, wenn der Startzeitpunkt der Kugel, die Schnellig- und Geschwindigkeit des Kessels und der natürlich laufenden Kugel lange genug beobachtet wurde, den Kugelfall exakt zu berechnen.  Genau darin liegt die Magie des Kesselgucken: Alle Gegebenheiten werden vorher abgeschätzt, sodass ein relativ kleiner Sektor mit drei bis vier Zahlen eingegrenzt werden kann. Das funktioniert natürlich besonders gut, wenn vom Croupier erst spät die Ansage gemacht wird – nämlich kurz bevor die Kugel in den Kessel gelangt.

Übung macht auch beim Kesselgucken einen Meister. Wenn jemand mit Kesselgucken beim Roulette gewinnen und dem Zufall ein Schnippchen schlagen will, der muss üben und sich ausführlichst informieren: Welche unterschiedlichen Kessel gibt es? Oder auch: Wie viel wiegen sie?

Casinos sehen das Kesselgucken nicht gern

Theoretisch kann zwar jeder das Kesselgucken erlernen – wenngleich es auch viel Zeit in Anspruch nimmt und es ein langer Weg mit einer Vielzahl an Trockenübungen ist. In der Praxis allerdings macht es keinen großen Sinn, denn die Geschwindigkeiten für Drehkreuz, Kessel usw. werden in den Casinos immer höher. Im Wege stehen deshalb aber nicht nur die technischen Umstellungen und Veränderungen in den Casinos, sondern auch die Tatsache, dass sich immer mehr Casinos etwas Derartiges von Spielern nicht gefallen lassen und  beliebig Hausverbote nach Entlarvung erteilen. Auch verhindern Casinos das Kesselgucken mit immer mehr niedrigen Tischlimits oder der Croupier macht oftmals auch die Absage so früh, dass es sich schwer voraussagen lässt, wohin die Kugel fallen wird.

Scheitern vorprogrammiert?

  • Kesselgeschwindigkeiten werden immer höher
  • Schnellere Drehs der Croupiers
  • Zylindergeschwindigkeit steigt
  • Niedrige Tischlimits
  • Frühe Absage des Croupiers
  • Neue leichte Kugeln
  • Niedrige Stege am Kessel, die Kugel hüpft unkontrolliert

Tatsächlich wirkt die Kesselgucken- Methode in unserer heutigen Technik-Welt etwas antiquiert. Denn mittlerweile versuchen so manche Roulette-Profis, mit Hochleistungsrechnern, Funk- oder Lasergeräten die Gesetze der Statistik und Physik zu überlisten. So berechnete ein Zocker-Trio im Casino des Ritz-Hotels in London mit einem Laserscanner im Handy die Drehung des Kreisels sowie den Lauf der Kugel und kassierte 1,3 Millionen Pfund ab. Der Taschencomputer des Trios erfasste blitzschnell, auf welcher Zahl die Kugel vermutlich zum Liegen kommt. So konnte der Komplize am Roulette-Tisch gerade noch rechtzeitig setzen. Oder auffallend war der Magnettrick, der auch schon angewendet wurde. Hierbei wurde offenbar die Kugel eines Londoner Croupiers gegen eine Magnetkugel ausgetauscht. Die Täter haben dafür vier bis sechs Handy-Akkus zusammengeschlossen und das starke Magnetfeld benutzt, um die Kugel in den gewünschten Kesselbereich zu führen.

Kesselgucken in realen Spielcasinos und Online Casinos

Allerdings: Wer Kesselgucken erlernen und erkennen möchte, der muss sich mit realen Spielcasinos zufrieden geben. Das Kesselgucker Prinzip lässt sich in den allermeisten Online Casinos kaum anwenden. Denn dort bestimmt der Zufallsgenerator den Fall der Kugel. Einzige Ausnahme für das Kesselgucken ist das Live-Casino mit Live-Roulette. Hier kann das Kesselgucken ausprobiert und angewendet werden.

Europa Casino

Über Nancy Barista

Nancy Barista
Ich bin Nancy und diejenige, die zwischen unseren beiden Herren Gordon und Nick immer schlichten muss, wenn es mal wieder zu der Diskussion kommt, ob die Chancen beim Roulette auf Rot zu setzen höher oder niedriger sind, als auf Schwarz zu wetten …

Ein Kommentar

  1. Kesselgucken ist in der heutigen Zeit sehr schwer
    Verdiene mein Geld dadurch nur muss dafür weit reisen die Stege der Kästchen sind sehr klein geworden die Zahl hüpft sehr unkontrolliert durch den Kessel
    Ich rate jeden davon ab so welche kessel zu benutzen

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