Berlin: Spieler verzockt sein Geld – und dreht durch

Dieser Mann hatte kein Glück im Spiel. Jedenfalls nicht an diesem Abend, als er in der Spielhalle in Berlin am Potsdamer Platz alles auf eine Farbe setzte. Der 39- Jährige hatte sich gegen 20.00 Uhr abends etwas mehr erhofft, als die Kugel statt auf einer schwarzen Zahl auf ‚Rot‘ landete. Die vierstellige Summe, die er investiert hatte, gehörte somit eigentlich der Spielbank. Doch der Zocker sah buchstäblich ‚Rot‘. Er konnte den Geldverlust einfach nicht akzeptieren. Jedenfalls nicht, ohne noch den letzten Ausweg zu ergreifen, der möglich war. Er rastete komplett aus, nahm seinen gesamten vorher getätigten Einsatz vom Spieltisch, packte das Geld ein und lief in die Richtung des Ausgangs.

Spieler festgehalten: Spielbankmitarbeiter leicht verletzt

Der Spieltischflüchtling wurde schnell von Mitarbeitern des Kasinos aufgehalten und aufgefordert, das Geld sofort zurückzugeben. Der Zocker konnte jedoch nicht einsehen, dass sein Einsatz unwiderruflich verloren war. Somit setzte er Gewalt ein und schlug um sich. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes musste einen Fausthieb ins Gesicht hinnehmen. Dennoch hatte der verzweifelte Mann keine Chance. Er wurde zu Boden gebracht, von wo aus er weitere Male um sich schlug. Er riss sich noch einmal von den Sicherheitskräften los, um seinen Fluchtweg weiter verfolgen zu können. Bei diesem erfolgreichen weiteren Fluchtversuch erhielt der Spieler einen schmerzhaften Schlag gegen die Nase, bei dem er einen Nasenbeinbruch erlitt. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiter mit dem Geld zu flüchten. Er erreichte den Ausgang des Spielkasinos und konnte ins Freie gelangen. Ein Angestellter des Sicherheitsdienstes wurde bei dem Handgemenge leicht verletzt. Er erlitt Prellungen im Gesicht, auch an seiner Hand wurden Prellungen festgestellt. Die Verletzungen waren zwar hinderlich, sodass er den Geflohenen nicht weiter verfolgen konnte, dennoch waren sie nicht so stark, dass sie ärztlich behandelt werden mussten.

Spielbankflüchtling durch Polizei gestellt

Bereits kurze Zeit später konnte der Zocker durch die Polizei ermittelt werden. Denn diese spürten den verletzten Glücksspieler in einem Krankenhaus auf. Er musste das gebrochene Nasenbein dort richten lassen. Die Beamten nahmen den flüchtigen Mann dort in Empfang. Er wurde vorerst zur Vernehmung festgenommen. Zunächst musste er erkennungsdienstlich behandelt werden, nachdem er zu einer Sammelstelle gebracht wurde, an der die Gefangenen in Gewahrsam genommen werden. Die Polizisten leisteten bei dieser Aktion ‚ganze Arbeit‘. Bis jetzt wurde nicht bekannt gegeben, wie der Roulettespieler in dem Krankenhaus gefunden werden konnte.

Ermittlung wegen räuberischen Diebstahls

Der Zocker hatte sozusagen Glück im Unglück: Er konnte nach Hause gehen, nachdem alle erkennungsdienstlichen Maßnahmen beendet waren. Es bestand keine weitere Fluchtgefahr. Die Polizei leitete jedoch sofort ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann ein. Dieser wird sich wegen räuberischen Diebstahls vor Gericht für seine Handlung verantworten müssen. Das Geld, das der Mann unwiederbringlich verspielt hat, muss er an die Spielbank Berlin zurückgeben. Der 39-Jährige kann noch ein weiteres Glück für sich verbuchen, das für ihn wahrscheinlich vorerst noch verborgen bleibt. Denn bei dem Handgemenge wurde niemand ernstlich verletzt. Ausgenommen davon ist der Nasenbeinbruch, den er selber erlitten hat und den er wahrscheinlich noch gründlich ausheilen lassen muss.

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Über Nancy Barista

Nancy Barista
Ich bin Nancy und diejenige, die zwischen unseren beiden Herren Gordon und Nick immer schlichten muss, wenn es mal wieder zu der Diskussion kommt, ob die Chancen beim Roulette auf Rot zu setzen höher oder niedriger sind, als auf Schwarz zu wetten …

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