Online-Glücksspielanbietern

Schlag gegen die Mafia – Malta friert Guthaben von Online-Glücksspielanbietern ein

Es war ein regelrechter Skandal, der sich vor wenigen Wochen in Malta abgespielt hat und nunmehr dazu geführt hat, dass die gesamten Vermögen von insgesamt sechs Online-Glücksspielanbietern auf Malta beschlagnahmt wurden. Im Bereich des Offshore iGaming Bereichs galt die Insel Malta im Mittelmeer bislang als regelrechte Oase. Dies bedeutet indes jedoch nicht, dass der kleine Mittelmeer-Staat auch als Paradies für illegale Aktivitäten angesehen werden darf.

Was ist genau passiert?

Eine Ankündigung des energischen Vorgehens gegen ein Netzwerk von Online-Casino-Betreibern, welche von der italienischen Polizei ausgegeben wurde, brachte den Stein des Geschehens richtig ins Rollen. Das Netzwerk sollte laut der Polizei eine Verbindung zu der sizilianischen Ndrangheta haben. Als vermeintlicher Drahtzieher von zahlreichen kriminellen Aktionen rund um das Netzwerk, welches zu einem Teil in Malta ansässig ist, gilt Mario Gennaro. Der Mastermind, der im Hintergrund die Fäden zieht, soll zahlreiche illegale Glücksspiele und Wetten über das Netzwerk angeboten und betrieben haben. Erste Festnahmen hat es im Rahmen der polizeilichen Aktion bereits gegeben, sechs Italiener mit Wohnsitz auf Malta befinden sich bereits in Haft. Sie sollen für die Betuniq gearbeitet haben. Die Betuniq betreibt auf Malta rund 1500 Wettbüros sowie Spielsalons und soll die illegalen Aktionen von Gennaro in dessen Auftrag durchgeführt haben. Auch das Online-Angebot soll davon betroffen gewesen sein. Der zuständige Richter Caterina aus Catalano hat direkt im Anschluss an die polizeiliche Aktion die Verhaftung von insgesamt 41 Personen rund um Gennaro angeordnet. Auch die Vermögenswerte in Höhe von ca. 2 Milliarden Euro wurden bis auf Weiteres eingefroren. 

Die Regierung von Malta reagierte sofort

Im Rahmen der polizeilichen Aktion sind überdies sechs Online-Glücksspiel-Anbieter mit Sitz auf Malta ins Visier der Ermittlungen geraten. Die Regierung beschlagnahmte das Gesamtvermögen der Anbieter Betuniq, Tebaral Holding AG, Betsolutioin4U Limited, Tebaral Trading Limited sowie Fast Run Limited mit der Begründung des Verdachts auf Geldwäsche. In zahlreichen Texas Hold´em Duellen soll im großen Stile Geld gewaschen worden sein. Malta gilt als relativ abgeschottetes Gebiet für den Online-Glücksspielbetrieb und somit als vermeintlich sichere Offshore-Umgebung, was die zahlreichen Anbieter für Online-Gaming-Glücksspieldienste erklärt. Vor dem Hintergrund des nunmehr aufgetretenen Skandals kam jedoch die Frage in der Presse auf, ob die Vergabe der entsprechenden Lizenzen nicht neu reguliert werden müsse. Die Regierung Maltas kündigte zunächst an, dass die genauen Hintergrundinformationen zunächst ausgewertet und analysiert werden müssten, bevor Schnellschüsse getätigt werden. Der Finanzminister des Mittelmeerstaates, Edward Scicluna, bestätigte ausdrücklich sein Vertrauen in die Arbeit der Regierung als Regulierungsinstanz. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass der Skandal weitreichende Folgen haben wird.

Angesichts der Vielzahl von Neugründungen auf Malta, die sich zu 90 Prozent auf den Online-Glücksspielsektor beziehen, darf davon ausgegangen werden, dass die Aktion der italienischen Polizei in Kooperation mit der maltesischen Regierung nur ein erster Schlag gegen die organisierte Kriminalität gewesen ist. Die maltesische Regierung kündigte indes an, dass zukünftig bei Neugründungen und Lizenzanträgen sorgsamer geprüft werden wird, damit das Online-Gaming für die Nutzer weltweit auch zukünftig sicher bleibt. Auf die jeweiligen Guthaben der registrierten Spieler hatte die Aktion keinen Einfluss, da lediglich das Vermögen der Unternehmen beschlagnahmt wurde.

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Über Gordon Banks

Gordon Banks
Hi, ich bin Gordon, ein halber Amerikaner und ein halber Berliner. Deswegen halte ich mich auch von Menschen fern, die Süsses lieben. Meine Erfahrungen zum Roulette Spiel und Online Casinos habe ich in schlaflosen Nächten in Las Vegas gesammelt. Und ja, ich spiele immer noch gerne!

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