Poker

Sollten Casinos auf Poker setzen? Pro und Kontra

Wenn es darum geht, ob Poker in einem Casino angeboten werden soll oder nicht, gehen die Meinungen Eingeweihter auseinander. Während ein Teil der Casinomanager und Croupiers auf Poker schwört, rennt ein anderer Teil dagegen an. Die Croupiers führen als Pro-Argument die sitzende Tätigkeit ins Feld, sehen das Spiel als Bereicherung des Casino-Angebots und mögen die Interaktion mit den Gästen.

Die Gegner pflegen eine emotional geprägte Abneigung gegen Pokerspieler und das Spiel an sich. Hintergrund dürfte sein, dass der Spielleiter gerade beim Poker die Regeln aus dem „FF“ beherrschen muss. Schnell äußern eingefleischte Pokerfreunde ihren Unmut, wenn es nicht regelgerecht zugeht oder das Spiel schleppend wird.

Die Gegner machen sich zudem das Argument zu Nutze, dass das Pokerspiel im Vergleich zu Roulette oder Black Jack eine wesentlich geringere Ausbeute für die Spielbank verspreche. Andererseits ist Poker bei einer breiten Schicht der Bevölkerung und damit möglicher Spielbankkunden so bekannt, dass es merkwürdig anmutet, wenn in der Werbung der Spielbank Poker keine Erwähnung findet.

Weg von Emotionen hin zu rationaler Betrachtung

Ein Casino-Management, was sich mit dieser Frage beschäftigt, sollte sich nicht von Emotionen leiten lassen. Deshalb sollte bei einer Rentabilitätsanalyse Black Jack und Roulette im Vergleich mit Poker fair behandelt werden. Hier ein paar Gedanken dazu:

  • In einem klassischen Casino finden sich meist mehr Tische für Black Jack und Roulette als Pokertische, was einen direkten Umsatzvergleich erschwert.
  • Pokertische bringen eine kürzere Tischlaufzeit mit sich, was per se zu einem geringeren Ergebnis führt.
  • Aufschluss über das tatsächliche Ergebnis bringt das herunter brechen der Erträge auf die Stunde Tischlaufzeit. Dabei stellt sich heraus, dass Poker den anderen Tischspielen im Ergebnis kaum nachsteht.
  • Pokertische können mit weniger Personalaufwand betrieben werden, was einen Kostenvorteil bedeutet und das Ergebnis weiter verbessert.
  • Ein einmal bespielter Pokertisch bringt im Vergleich zu Roulette und Black Jack permanent Umsatz, was das Stundenergebnis positiv beeinflusst.

In Zeiten, in denen Spielbanken ihre Rentabilität verstärkt unter Beweis stellen müssen, kann also nicht die Frage sein, ob Poker, sondern in welchem Rahmen es angeboten wird. Als Marketinginstrument ist das Spiel unverzichtbar. Schließlich geben Pokerspieler auch bei anderen Spielen gern ein paar Euro aus. Geld, das sich fast kein Spielcasino entgehen lassen kann.

 

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Über Nick Horten

Nick Horten
Ich bin der Nicolas. Ganz egal was Gordon sagt - Rot hat dennoch die besseren Gewinnchancen beim Roulette ... Ich bin verantwortlich hier für alles was die anderen nicht machen wollen. Ganz schöner XXX-Job...

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