Suchtpotenzial beim Glücksspiel

Gedanken zum Suchtpotenzial beim Glücksspiel

Seit vielen Jahre und immer wieder ist davon zu lesen, dass das Glückspiel süchtig machen und ins Verderben stürzen kann. Während der deutsche Staat ansonsten beherzt gegen alles zu Felde zieht, was ihm nicht in den Kram passt, winden sich jedoch die verantwortlichen Politiker im Bundestag, aber auch auf der Ebene der Länder und Kommunen um eine Entscheidung in Sachen Glücksspiel in deutschen Landen.

Ungarn machte es vor und schob mit einem Verbot von Spielautomaten der Gefahr der Spielsucht einen Riegel vor. Dabei verzichtete der Staat sogar auf Steuereinnahmen von 100 Millionen Euro jährlich. Eine Summe, die Ungarn nicht so leicht verschmerzen kann. Darüber hinaus machen Städte mobil, wie das Beispiel von Wien zeigt. Dort wurde seit dem 01. Januar 2015 das sogenannte „Kleine Glücksspiel“ verboten. Was aber verhindert in Deutschland einen Durchbruch in dieser Frage?

Schuld ist scheinbar das liebe Geld. Während das steigende Suchtpotenzial beim Glücksspiel und jede neue Studie zum Thema mit einem Aufschrei des Entsetzens zur Kenntnis genommen werden, können und wollen sich die Kommunen die lukrativen Einkünfte aus dem Geschäft mit den Spielautomaten nicht entgehen lassen. Schließlich spült die Spielautomatensteuer erquickliche Sümmchen in die ansonsten klammen Kassen.

Doppelte Moral oder doch nur pragmatisches Denken?

Die Kommunen verstecken sich dahinter, dass sie selbst nichts gegen das Glücksspiel tun könnten. Hier sei der Gesetzgeber gefragt. Bis der jedoch handelt, werden die Schattenseiten des Glücksspiels in Kauf und die Steuerbeträge dankend entgegen genommen. Außerdem missbrauchen die Verantwortlichen gern das Argument, dass zur freien Entfaltung des Menschen auch gehöre, dass er sich selbst Schaden zufügen kann.

Diesem Prinzip folgend, vermeidet der Staat umfassende Verbote gegen das Rauchen und den Konsum von Alkohol. Dass die Einnahmeverluste von mehreren Milliarden Euro jährlich aus dem Verkauf von Tabak und Alkohol zu gravierend wären, wird gern unter den Teppich gekehrt.

Im Sinne der doppelten Moral scheint es die Verantwortlichen auf allen Ebenen wenig zu interessieren, dass Süchte in fast jedem Fall für die Abhängigen und ihre Angehörigen zu einem Inferno führen, das sogar das Szenario des Suizids beinhaltet. Wären sie wirklich an einer Lösung interessiert, ließen sich Wege finden, die nicht unbedingt in einem Verbot münden müssten.

Würde beispielsweise ein Teil der Mittel aus den Steuereinnahmen für Aufklärungsarbeit und Beratungsangebote zur Verfügung gestellt, könnte vielleicht der Beginn einer Spielsucht vermieden werden. Damit kämen die Politiker auch ihrer moralischen Pflicht nach, gemeinsam mit Bürgern, Betreibern und Betroffenen nach tragfähigen Kompromissen zu suchen.

 

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Über Nick Horten

Nick Horten
Ich bin der Nicolas. Ganz egal was Gordon sagt - Rot hat dennoch die besseren Gewinnchancen beim Roulette ... Ich bin verantwortlich hier für alles was die anderen nicht machen wollen. Ganz schöner XXX-Job...

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